Changing Places: Die etwas anderen Behindertentoiletten

SChanging Places Logotandardmäßig ausgestattete Behindertentoiletten sind nicht für alle behinderten Menschen geeignet. Menschen mit komplexen Behinderungen, aber auch Menschen, die querschnittgelähmt sind, Menschen mit Muskeldystrophie, MS oder mit Hirnschädigungen brauchen manchmal mehr als ein paar Griffe und etwas Platz. Deshalb gibt es in Großbritannien seit ein paar Jahren so genannte „Changing Places„, die mehr bieten als reguläre Behindertentoiletten.

Wie sind die „Changing Places“ ausgestattet?

Insgesamt gibt es unterdessen mehr als 600 dieser Toiletten. Sie sind nicht nur größer und bieten daher mehr Platz, sondern haben auch eine Liege, ein Liftsystem, um behinderte Menschen einfacher aus dem Rollstuhl und wieder zurück heben zu können. Außerdem haben sie einen rutschfesten Boden, genug Platz auf beiden Seiten der Toilette, damit Assistenten dort gut stehen können oder man den Rollstuhl beidseitig hinstellen kann.

Für wen sind die Toiletten hilfreich?

Allein in Großbritannien gibt es Schätzungen zufolge rund 40.000 behinderte Menschen, die von dieser Art der Toiletten profitieren. Auch für die Assistenten ist es eine Erleichterung, wenn sie unterwegs einen Lifter nutzen können und nicht heben müssen. Die meisten „Changing Places“ sind mit einem RADAR-Schlüssel ausgestattet.

Wo findet man die „Changing Places„?

In London gibt es derzeit fast 50 dieser Toiletten. Eine hilfreiche Suchmaschine findet die nächsten Ort mit einem „Changing Place“ online. Vor allem in staatlichen Einrichtungen, aber auch an Bahnhöfen und in Einkaufszentren findet man diese Toiletten.