Verkehr

U-Bahn

Anreise mit dem Flugzeug

Am schnellsten kommt man vom Flughafen Heathrow mit dem Heathrow Express in die Stadt. Billiger ist es aber mit der U-Bahn. Alle Stationen in Heathrow sind barrierefrei. Man muss allerdings darauf achten, an der richtigen Stelle in den Zug einzusteigen, wo der Bahnsteig erhöht ist. Auch die Station Green Park, wo viele Passagiere umsteigen, wenn sie aus Heathrow kommen, ist barrierefrei.

Auch die anderen Flughäfen sind mit dem Zug (Gatwick, Stansted, Luton) zu erreichen. Am besten gelegen ist London City Airport. Der Flughafen liegt im Osten der Stadt und ist ans DLR-Netz (Docklands Light Railway) angebunden. Alle DLR-Stationen sind barrierefrei.

Anreise mit dem Zug

Von Brüssel und Paris fährt der Eurostar. Das ist eine gute Alternative für alle, die nicht fliegen möchte. Für Rollstuhlfahrer gibt es erhebliche Rabatte beim Eurostar. Von Köln aus fahren direkte Züge nach Brüssel, wo man problemlos umsteigen kann. Der Eurostar hat meist zwei Rollstuhlstellplätze, die man online buchen kann. Ab April 2018 kann man zudem direkt von London nach Amsterdam fahren, später auch direkt von Amsterdam nach London, wenn die entsprechenden Passkontrollen eingerichtet sind (Stand Februar 2018).

In London unterwegs

Transport for London hat umfangreiches Kartenmaterial, das man sich an jedem Ticketschalter kostenlos geben lassen kann.Wenn es keinen Schalter gibt, sprechen Sie einfach einen Mitarbeiter an, die an jedem Gate stehen. Die wichtigste Karte ist die U-Bahnkarte mit stufenlosen Stationen. Sie ist etwas kompliziert, aber bildet sehr gut ab, wie das Netz stufenlos genutzt werden kann.
Es gibt Karten in Großdruck, mit verschiedenen Kontrasten, Karten mit barrierefreien Toiletten und sogar einen akustischen Liniennetzplan. Nicht alle Karten gibt es auch gedruckt, aber alle online.
Ganz wichtig ist: Stationen, die mit einem weißen Rollstuhlfahrer-Symbol gekennzeichnet sind, haben eine große Stufe in die Bahn, aber zum Bahnsteig kommt man stufenlos. Auf der Step-free tube map sind zudem Stationen eingezeichnet, an denen man Rampen nutzen kann, um in den Zug zu kommen. Dafür müssen Sie sich an die Mitarbeiter wenden. Stationen, die ein blaues Rollstuhlfahrer-Symbol haben, haben einen ebenerdigen Einstieg in die Bahn. Der Osten Londons ist erheblich barrierefreier als der Westen.

Alle Stationen der Docklands Light Railway (DLR) sind barrierefrei und haben einen fast ebenerdigen Einstieg. Zu fast allen Stationen fahren auch Busse. Allerdings dauert die Fahrt mit dem Bus wegen des dichten Verkehrs oft ewig.

Busse

Alle Londoner Busse sind barrierefrei und haben Rampen, die automatisch ausfahren. Die meisten Rampen befinden sich an der hinteren Tür des Busses. Einfach dem Busfahrer ein Zeichen geben und er fährt sie aus. Rollstuhlfahrer zahlen in Londoner Bussen grundsätzlich nichts, egal ob Besucher oder Londoner. Das gilt nicht für alle anderen Verkehrsmittel wie U-Bahn, DLR oder Overground. Eine Begleitperson ist in London in öffentlichen Verkehrsmittel nie frei. Am besten kauft man sich eine Oyster-Karte, lädt sie auf und fährt sie ab. Das ist am preiswertesten.

Verbindungen suchen

Auf der Webseite von Transport for London kann man sich barrierefreie Verbindungen raussuchen lassen. Das geht auch telefonisch unter (+44) 343 222 1234.
Auch Apps sind bei der Planung sehr hilfreich. Die besten London Apps gibt es hier.

Wer sich aktuell über defekte Fahrstühle informieren möchte, dem hilft die Webseite Updownlondon.com oder der dazugehörige Twitterfeed. Ist ein Lift an einer Station defekt und gibt es keine direkte Alternative per Bus, zahlt Transport for London ein von ihnen gebuchtes Taxi. Einfach beim Stationsmanager melden.

Die U-Bahn (Tube)

Londons U-Bahnsystem ist nur bedingt barrierefrei. London hat 270 Stationen, davon sind derzeit 72 stufenlos per Rampe oder Lift zugänglich. Seit den Olympischen Spielen gibt es an manchen Stationen so genannte „Platform Humps„, also Bahnsteigerhöhungen, z.B. in Green Park Station, Earl’s Court (Piccadilly Line) und Brixton. Wer sich in London mit der Bahn bewegt, sollte unbedingt die Beschilderung und Hinweisschilder für Rollstuhlfahrer an den Stationen dazu beachten. Ausführliche Informationen gibt es zudem den „Step-free tube guide„, der leider nicht ganz einfach zu verstehen ist, aber es lohnt sich durchaus, sich ein bisschen damit zu befassen und ihn dabei zu haben, wenn man nicht irgendwo stranden möchte.

Manuelle Boarding Rampen

An manchen Stationen gibt es manuelle Rampen, die an den Zug angelegt werden können. Derzeit sind das: Hammersmith, King’s Cross St. Pancras, West Ham, Westminster, Southfields, Wimbledon, Earl’s Court, Fulham Broadway, Stratford, Woodford, Oxford Circus, Queen’s Park, Edgware, Morden, Finchley Central, Caledonian Road, East Ham, Elm Park, Epping, Farringdon, Hainault, Hillingdon, Hounslow East, Kew Gardens, Mile End, Richmond, Rickmansworth, Roding Valley, South Woodford, Theydon Bois, Upney, Uxbridge, West Finchley, Wood Lane. und Stockwell. Einfach einen Mitarbeiter an der Startstation ansprechen, auch wenn man die Rampen nur an der Zielstation braucht. Die funken die Kollegen dann an, die dann mit der Rampe an der Endstation warten. Außerdem haben alle mit einem weißen Rollstuhl-Symbol gekennzeichneten Overground-Stationen Rampen.

Taxis

Alle London-Taxis („Black cabs“ genannt) sind barrierefrei. Das heißt, sie haben Rampen, die angelegt oder ausgeklappt werden können. Die Türen kann man aushängen, so dass sich die Türöffnung vergrößert. Alle Taxis haben zudem eine Trittstufe, um den Einstieg für gehbehinderte Menschen zu erleichtern. Manche Taxis haben einen drehbaren Sitz.

Taxifahrern droht Lizenzentzug und/oder ein Bußgeld, wenn sie einen wegen eines Assistenzhundes oder aufgrund der Behinderung nicht mitnehmen wollen. London hat derzeit zwei Taxi-Apps, mit denen man einfach und schnell ein Taxi rufen kann: MyTaxi und Gett.

Mit dem Auto nach London

Wer seinen Londonaufenthalt nicht im Auto verbringen möchte, sollte davon absehen, mit dem Auto in die Innenstadt zu fahren. Es staut immer und überall. London hat furchtbar komplizierte Parkregeln für behinderte Menschen, die von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich sind. Wer es dennoch versuchen will, sollte sich den Blue Badge Parking Guide besorgen. Da stehen alle Regelungen drin – allerdings muss man selber rausfinden, in welcher Gemeinde man sich gerade befindet.